JAGIDA demonstriert gegen 2015! #jagida


„Niemand hat uns gefragt!“ schimpfen die Demonstranten der JAGIDA, einem Zusammenschluss besorgter Bürger gegen das Jahr 2015. „2014 war doch ein schönes Jahr, warum muss man das jetzt alles ändern?“

VerbotsschildFrüher war alles besser, sagt eine urdeutsche Lebensweisheit. Und auf der ersten JAGIDA-Demonstration ist dieser Spruch auf zahlreichen Plakaten zu lesen. Es herrscht Empörung, es herrscht Fassungslosigkeit, es herrscht aber auch Angst vor einer ungewissen Zukunft. Manches Argument scheint einleuchtend, manches Argument auf der Rednerbühne wirkt jedoch recht diffus. Worum es der JAGIDA wirklich geht erfahren wir im Interview mit Bruno Lachman, dem Initiator der Demonstration.

MfIS: Guten Tag Herr Lachman.

Bruno Lachman: Guten Tag, Herr Minister.

Die JAGIDA richtet sich gegen das Jahr 2015. Ist das richtig?

Sie sagen das etwas verpauschalisiert, Sie treffen damit weder den Kern unserer Aussage, noch die Gründe für die zahlreich erschienenen Demonstranten hier in der Innenstadt. Ihre Verpauschalisierung ist das – entschuldigen Sie – typische Pressesprech.

Was genau ist denn der Kern Ihrer Aussage?

Sehen Sie, 2014 war doch ein wunderschönes Jahr. Deutschland wurde Weltmeister im Herrenfußball, die Brasilianer wurden gar mit 7:1 vom Rasen geklopft. Anfang des Jahres fanden in Mühlheim an der Ruhr die German Open 2014 statt, die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland. Im August konnten wir die Schwimmeuropameisterschaften in Berlin verfolgen. Bis auf ein Unwetter an Pfingsten, bei dem leider mehrere Menschen ihr Leben verloren, gab es in unserem Land keine größeren Unglücksfälle. Wir sind weiterhin unter den Top 3 der Exportländer der Welt, sowohl im zivilen, wie auch im militärischen Bereich. Sogar die Weihnachtsfeiertage fielen auf einen Donnerstag und einen Freitag. 2014 war ein schönes, ein erfolgreiches Jahr – und das sollen wir jetzt für irgend ein Jahr hergeben, von dem wir nicht wissen, was es bringt? Nicht mit uns!

Sie wollen also, dass 2014 bestehen bleibt?

Ja, genau das wollen wir – und noch mehr! Es ist eine krankhafte Neigung der Gesellschaft, nicht zuletzt der Politik, ständig auf Änderungen zu pochen. Jeden Tag ein neues Datum, alle sieben Tage eine neue Woche, alle vier Wochen ein neuer Monat… wo soll das alles hinführen?

Der Kalender sieht zwölf Monate vor – Januar bis Dezember – danach geht es mit einer neuen Jahreszahl von vorne los. Dieses System ist uralt und hat sich bewährt. Wie wollen Sie es ändern?

Hat sich bewährt? Früher war alles besser, das sehen Sie doch, wenn Sie die Augen auf machen. Jahr für Jahr wird die Wirtschaft schwächer, die Lebenskosten steigen und die Löhne schrumpfen. Wir hätten schon im Jahre 1980 aufhören sollen, alle zwölf Monate den Kalender zu wechseln. Hätten wir heute 1980 würde es vielen Menschen besser gehen.

Das mag sein, Herr Lachman, aber wie soll das funktionieren?

Eine Möglichkeit wäre der sogenannte Geschlossene Rückwärtslauf.

Der Geschlossene Rückwärtslauf? Können Sie uns das etwas genauer erklären?

Ja, sehr gerne. Wenn man am 31. Dezember angekommen ist, zählt man im Kalender einfach wieder rückwärts. 30. Dezember, 29. Dezember, 28. Dezember und so weiter, bis man wieder beim 1. Januar ist.

Und dann? Wieder vor zum 31. Dezember und dann wieder zurück? Ein ewiger Kreislauf, in einer Jahreszahl verharrend?

Das war die erste Idee dahinter, der Geschlossene Kreislauf 2014. Doch der Geschlossene Rückwärtslauf kann mehr. Anstatt in eine ungewisse Zukunft zu hetzen, gehen wir Schritt für Schritt zurück in die gute alte Vergangenheit.

jagidaDas heißt?

Auf den 1. Januar 2014 folgt der 31. Dezember 2013. Und eines Tages – wir beide werden ihn noch erleben! – ist es wieder 1980. Die Wirtschaft ist stark und die Arbeitslosigkeit gering, Politiker haben noch Anstand –  ich sage nur Schmidt, Strauß, Genscher! – und ein Jahr später, also 1979, gibt es auch die Partei Die Grünen nicht mehr. Sie sehen, uns geht es weniger um ein konkretes Jahr, als um den absoluten Rückschritt.

Dann müssten aber auch die guten Seiten eines Jahres – zum Beispiel der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 – nach dem 1. Januar 2014 wieder aberkannt werden. 2013 war Deutschland nicht Weltmeister. Wie gehen Sie damit um?

Sie haben Recht! Tatsächlich müsste der Titel schon am 12. Juli 2014 aberkannt werden. Der Endsieg der Nationalmannscha… also das Endspiel fand ja am 13. Juli statt. Das wäre natürlich schade, doch früher war alles besser – und der Weg dorthin geht vor. Wir dulden keine Weinerlichkeiten, wir wollen uns nicht an die Erfolge oder Mißerfolge eines bestimmten Jahres klammern. Wir wollen ganz weg aus dieser modernen Zeit, die uns die Luft zum Atmen raubt!

Mit welchen Mitteln möchten Sie die Bundesregierung dazu auffordern, 2015 zurück zu nehmen und wieder zu 2014 zurück zu kehren?

So schwer ist das ja nicht, ein Rotstift in den Händen von Frau Merkel sollte reichen. Doch nicht zuletzt sehen wir unser Unternehmen weltweit. Wenn Amerika noch nicht entdeckt ist, wird uns der amerikanische Kapitalismus nicht mehr dominieren.

Und von da aus immer weiter richtung Urknall?

Bis dahin ist es noch eine lange Zeit. Selbst den Zweiten Weltkrieg werden wir nicht mehr erleben dürfen. Die Uhr soll nicht schneller laufen, sie soll rückwärts laufen.

Haben Sie abschließend noch etwas zu sagen?

Der Mensch sollte in der Vergangenheit leben, nur dort kennt er sich aus!

Vielen Dank Herr Lachman, vielleicht sehen wir uns 1980 wieder.

So Gott will, Herr Minister!

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AfD will Wohngemeinschaften verbieten


Nach dem „Sturm auf die schleichende Islamisierung Sachsens“ (Pegida) plant die AfD nun ebenfalls drastische Umwälzungen im Reich. Mit ihrer neuesten Aktion haben es die Anti-Politiker jedoch nicht auf Ausländer (ohne Geld) abgesehen, sondern auf die Wohngemeinschaften, kurz WGs.

AfD-Plakat

Laut AfD-Generalvizesekretär Wolf-Dieter Schanze steckt hinter obigem Plakat nicht nur eine populistische Attacke auf „minderbegabtes Wählermaterial“ (ex-FDP). Die Partei meint ihre Aussage durchaus ernst. Dazu der Chefideologe Dr. Bernd Lucké im Interview:

MfIS: Guten Tag Herr Lucké.

Dr. Bernd Lucké: Deutschmark Heil, der Herr!

Was ist das denn für ein güldenes Abzeichen, das Sie da an ihrem Anzug tragen?

Das ist das goldene Pegida-Ehrenblatt.

Oh, Glückwunsch! Nun aber zum eigentlichem Thema: Wie haben Sie als Student gelebt?

Ich war nie Student, man kann akademische Grade auch kaufen. Das geht schneller und erzeugt bei einfach denkende Menschen den selben Effekt wie ein echter akademischer Grad

Nämlich?

Respekt vor dem Titel. Und daraus folgend, Respekt vor dem Träger des Titels.

Wie erbärmlich, Herr Lucké.

Das mögen Sie so sehen. Für mich zählt das Ergebnis.

Ihre Partei möchte Wohngemeinschaften verbieten lassen. Wenn Sie noch nie in einer gelebt haben, haben Sie jemals eine Wohngemeinschaft besucht?

Nein.

Warum dann diese drastische Forderung?

Eine Studie zu den Wohngemeinschaften durch das renommierte Institut Friseurius ergab folgende Zahlen: Sie bestehen zu 42% aus Gutmenschen, 19% Intellektuellen, 14% Drogenabhängigen, 12% Ausländern, 8% Schwulen, Lesben und Bisexuellen sowie 5% sonstigen asozialen Elementen. Darin vermengt sind 37% Vegetarier und 12% Veganer. Diese Zusammenrottung menschlichen Abschaums können und wollen wir als Partei nicht länger dulden. Nicht dieses Gesindel! Nicht in Deutschland! [schlägt mit der Faust auf den Tisch, Anm. d. MfIS]

Vorsicht bitte, der Tisch war teuer.

Entschuldigen Sie. Ich habe eine imaginäre Made zerschlagen.

Zurück zum Thema: Wie konsequent sind Sie? Gibt es Ausnahmen des Zusammenlebens, die Sie akzeptieren würden?

Ja. Die Großfamilie unter einem Dach ist eine urdeutsche Erfindung, die wir schützen müssen. Diese Ausnahme einer wohnlichen Gemeinschaft bleibt natürlich bestehen.

Was ist mit unverheirateten Paaren, wie zum Beispiel Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht?

Unverheiratete Paare? Wo gibt’s denn so was?

Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es knapp unter drei Millionen unverheiratete Paare, die in einer gemeinsamen Wohnung leben. Die Dunkelziffer dürfte eine weitere Million betragen

[aufgebracht, Anm. d. MfIS] Diese… diese Perversen werden wir aus ihren Wohnungen treiben! [beruhigt sich, Anm. d. MfIS] Außer sie sind verlobt.

In Deutschland herrscht eine gewisse Wohnungsknappheit, von Ost-Städten wie Leipzig einmal abgesehen. Wohin sollen die Menschen gehen, die Sie aus ihren Wohngemeinschaften vertreiben werden?

Im Mittleren Osten, wo unsere Partner-Partei IS dieses Konzept schon länger recht erfolgreich verfolgt, entstehen in den Nachbarländern Zeltstädte und Wellblechsiedlungen en masse. Österreich, die Alpen, dort kann sich das Pack gerne niederlassen. Außerhalb der Grenzen des Deutschen Kaiserreichs.

Ihnen ist bewusst, dass die Grenzen des Deutschen Kaiserreichs längst Geschichte sind?

Dazu möchte ich einen Liedtext meiner Lieblingsband A.O.S. zitieren: „History repeats itself“.

Herr Lucké, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Das sollten Sie auch. Und ziehen Sie sich beim nächsten Mal ordentlich an!

 

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BONN – Was ist das?


Kleine Kinder lockt der Priester mit dem Bonnbon. Lukas Podolski erhält das Bonndesverdienstkreuz in Silber. Besonders hässlich war der Bonntosaurier. Der Führer sitzt im Bonnker. Doch was ist dieses BONN eigentlich?

bonn Silben sollen ein Wort spezifizieren: Ein Vorgang bezeichnet immer den Ersten beim Marathon, ein Vortrag findet vor dem Nachtrag statt, ein Vorgel ist schneller als eine Biene. Das alles ist sprachliches Gesetz. Auch die Silbe BONN steht niemals alleine da (Bonnaparte, Bonngo, Bonnobo…), lässt im Gegensatz zu anderen Silben jedoch keinerlei Rückschlüsse auf ihren Sinngehalt zu. Ominöser als BONN kann ein Begriff wohl kaum sein. Um diesem Rätsel auf den Grund zu gehen trafen wir uns mit Sprach- und Sinnforscher Dr. Prof. Hans-Werner:

MfIS: Guten Tag Herr Dr. Prof. Hans-Werner.

Dr. Prof. Hans-Werner: Guten Tag.

Sie beschäftigen sich seit dem 12. November 1949 mit der Vorsilbe BONN. Warum genau seit diesem Tag?

Mein gefühlter fünfzigster Geburtstag fällt auf dieses Datum. Mein Bruder schenkte mir ein Gutschein für ein Konzert von Bonn Jovi, meine Frau ein besonders reißfestes Seil für unsere Bonndage-Spielchen und ein befreundeter Kollege gab mir eine Schallplatte von Bonnie M in den Gabenkorb. Mir fiel sofort die Singularität der Ereignisse auf!

Von welcher Singularität sprechen Sie?

Alle drei beginnen mit der Silbe BONN, alle drei sind als verschiedene Formen der Quälerei zu betrachten. Zwei mal musikalisch (Bonn Jovi, Bonnie M), einmal physisch (das Bonndage-Seil).

Das ist ja interessant!

Selbstverständlich! Meine Jahrzehnte dauernde Forschung offenbarte noch viele weitere Worte, die dieser Singularität unterliegen.

Können Sie uns Beispiele nennen?

Das kann ich, ich muss zur Erklärung aber in Klammern sprechen. Ich hoffe, Sie sind in der Lage, eine solche Sprechweise ordentlich zu dokumentieren.

Schießen sie los, Herr Professor!

Der Bonntosaurier war ein Opfer seiner Zeit, gequält von den fleischfressenden Verwandten sowie seiner maßlosen Hässlichkeit. Der Musiker Bonno ist eine Qual für jeden funktionierenden Gehörgang. James Bonnd ist (vor allem seit Daniel Craig) ein einziges seelisches Leiden. Das Bonnbon, es schädigt die Zähne der Kinder und den Leumund der Priester. Ein Bonnsai ist ein behinderter Baum.

Das ist ja erschreckend! Was schließen Sie aus Ihren Beoachtungen?

Der Schluss ist sehr einfach: BONN steht für Qual. Für Tristesse. Für Schmutz. Alles, was mit dieser Vorsilbe beginnt, stinkt nur so vor Schlechtigkeit.

Haben Sie da noch ein paar griffige Beispiele für unsere etwas einfältigeren Leser parat?

Aber natürlich! Bonndestag, Bonndesrat, Bonndesverfassungsschutz, Bonndeministerium des Inneren, Bonndesministerium der Finanzen, Bonndesministerium für Assos und Soziales, Bonndeskanzlerin, Bonndeswehrreform. Brauchen Sie noch mehr?

Nein, jetzt ist mir schlecht. Vielen Dank!

Gern geschehen!

Nun konnte Dr. Prof. Hans-Werner doch etwas Sinn in diese Angelegenheit bringen. Beim anschließenden Bier an der Bar (wir haben nicht mitgezählt, doch mit seiner Intelligenz kann Dr. Prof. Hans-Werner sicherlich ein ganzes Dirndl ausfüllen) steckte er uns noch eine DVD mit einem vertraulichen Video zu. „Bloß nicht veröffentlichen, es könnte einen multinationalen Schock auslösen!“ „Warum?“ „Auf dem Video sehen Sie, was passieren würde, wäre BONN keine Vorsilbe sondern eine Stadt.“

Hier nun der Inhalt, vorurteilen Sie selbst:

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+++ SCHOCK +++ Putin schickt Panzer auf die Sonne!


Nachdem bekannt wurde, dass Russland eventuell (möglicherweise) Kriegsmaterial in die Ukraine bewegt, war die Angst im Westen (schönes Wetter, glückliche Hühner) groß. Nun aber erreichte das Ministerium für Innere Schönheit eine schockierende Nachricht: Der Krieg mit Russland rückt unaufhaltsam näher!

sonne

Die Gier nach Krimsekt treibt den russischen Perversen (Glatze, spricht [auch] Russisch) in einen Weltkrieg mit der Ukraine. Dies mag ganz nett sein, da es uns im Westen keine Unannehmlichkeiten beschert, aber für spannende Unterhaltung sorgt. Der mediale Krieg ist längst eröffnet: Wer hat das spannendere Thema, die Krim oder die Halsabschneider vom IS? Konnten wir uns im Sommer noch bei Würstchen und Bier für diese Frage interessieren, ist nun der Point of War erreicht.

Wie aus zuverlässigen Quellen bekannt wurde, schickte Putin ein als besonders militärisch geltendes Panzerregiment nun auf die Sonne. Auf unsere schöne Sonne! Sie scheint über Europa, also gehört sie auch Europa, das sollte dem kaviarköpfigen Präsidenten dieses nichtigen Staates irgendwo hinter Frankfurt/Oder eigentlich klarowitsch sein! Alles, was unter unserer europäischen Sonne liegt (Europa, Krim, Russland, Ölfelder, Wahrheit usw.), kann und muss als europäisches Eigentum betrachtet werden – mit den NSA als Seniorpartner. Gerade vor diesem Hinterhalt ist dieses hintergründige Manöver besonders heiß.

Was werden wir tun? Was wird Merkel tun? Und (diese Frage muss man stellen dürfen) werden wir trotzdem Europameister?

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Juggalo – die härteste Gang der Welt!


Gangs sind die Neandertaler der organisierten Kriminalität. Die stumpfeste, roheste Variante. Auch die Mafia, nicht zuletzt mit Giulio Andreotti und Benito Mussol… ähem, Silvio Berlusconi längst gesellschafts- und regierungsfähig, war zu ihren Anfängen nichts als eine schmutzige kleine Gang aufständischer Süditaliener.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, wurde nun eine seit Jahren anwachsende, durch die USA marodierende Horde vom FBI als Gang eingestuft – die Juggalos. Nun sind diese üblen Gesellen nicht ganz so leicht zu fassen, wie zum Beispiel die Hells Angels oder die Taliban, denn sie operieren keineswegs im Verbund. Überhaupt muss in Frage gestellt werden, ob sie operieren, denn die Juggalos sind nicht viel weniger als die rappende Variante der berühmt-berüchtigten Terrorgruppe der Emos (und das ist schon sehr, sehr wenig); und den Emos geht die Fähigkeit zum Operieren nun völlig ab. Doch ohne eine Operation am Leib der Gesellschaft, ohne eine kriminologische Tat, ist der Zugriff für das FBI beinahe unmöglich – eine fiese Taktik dieser Juggalos! Zudem schminken sich die Gangmitglieder nach dem Vorbild ihrer Masterminds, den Horrorcore-Rappern von Insane Clown Posse. Für das FBI ein unübersehbares Warnschild, der Versuch sich vor den Hütern von Sicherheit und Ordnung einfach wegzuschminken, wie ein menschlicher Tarnkappenbomber: fett und vollgemalt! Und zum großen Entsetzen der Ermittler funktioniert dieser zweite Trick ebenso gut: oft werden unbedarfte Clowns oder einer der zwei Mitglieder von Insane Clown Posse fälschlicher Weise verhaftet, jedoch nur selten ein echter Juggalo. Und falls doch einmal einer ins Netz geht, hat er nichts strafrechtlich Relevantes getan. „Es ist zum blöde werden,“ gibt ein zuständiger Ermittler des FBI auf Nachfrage des MfIS preis. Und tatsächlich wirkt dieser arme Mann ein wenig blöde.


Doch wer sind diese Juggalos? Was wollen sie? Sie sind der Bodensatz der Getrenenen, die Restschmiere am Stiefel des gewalttätigen Vaters, Furunkel am Arsch des Furunkels am Arsch der Gesellschaft – und wo entsteht die Kriminalität, das Leid der Welt, wenn nicht da unten wo es säuft, rotzt, stinkt und Inzucht betreibt? Wer wird schon behaupten wollen, es seien Politik und Wirtschaft, Dirk Niebel, Kim Jong-Un und die Rheinmetall AG? Oh nein, es sind die Juggalos, verkleidet als Todes-Clowns, die über Amerikas brave Bürger kommen. „Auch wenn wir es nicht wissen, so wie wir eigentlich auch sonst nicht viel wissen,“ (außer über Triebtäter; Anm. d. MfIS) gibt ein anderer Beamter des Inlandsgeheimdienstes der USA zu, „so haben wir doch zumindest keine klare Vermutung.“ Da auch dieser Mann recht verblödet wirkt – er arbeitet ebenfalls an der Geheimakte Juggalo – liegt für uns das wahre Ziel der Juggalos, wenn schon nicht auf der Hand, dann zumindest hinterm Ellebogen: Sie wollen das FBI durch gezielte Verblödung aufweichen, handlungsunfähig machen und vernichten. Und ohne das FBI wird die Regierung wehrlos sein und bald ein Juggalo die mächtigste Militärmaschi… äääh, Demokratie der Welt kontrollieren.

Können wir das wirklich wollen?

juggi

Nachtrag nach einmal kurz nachdenken: Warum eigentlich nicht?

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Positive und Negative Vernunft


Hier exklusiv das Zusatzkapitel Positive Vernunft / Negative Vernunft aus dem Handout Eine Rede Halten (Link zum pdf). Thema des Handouts ist der Weg zu einer erfolgreichen Rede (Anlass etc. komplett austauschbar), eines Bühnenauftritts und so weiter. Dieses Zusatzkapitel aber richtet sich an Jedermann und Allefrau… und befindet sich momentan noch in Arbeit.

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2.19 Zusatzkapitel – Positive und Negative Vernunft

Was ist denn hier los? Ein Zusatzkapitel?

Solche eher ungewöhnlichen Kniffe eines Autors zeigen Ihnen meist, dass es hierbei um eine Thematik geht, die dem Autor in der Sache zwar wichtig ist, an sich aber wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, bzw. eine alternative Sichtweise o.Ä. darstellen soll. So auch in diesem Fall. Ich möchte noch einmal kurz an das Kapitel 2.7 Charakter und Respekt erinnern, in welchem ich versucht habe, Ihnen darzulegen, dass Sie in (ausnahmslos!) jeder Bühnensituation einen in der Breite wie in der Tiefe geschulten Charakter zu Ihrem Vorteil nutzen können. Nun sind diese beiden Begriffe, die ich hier einführen möchte (Positive Vernunft, Negative Vernunft) sehr eng mit dem Charakter verknüpft. Ist das Glas halb voll oder halb leer ist eine Frage Ihres Denkens, Ihres Empfindens, damit in letzter Konsequenz Ihres Charakters.

a) Negative Vernunft

Zäumen wir das Pferd von hinten auf, von der destruktiven und damit für Ihren Auftritt wie Ihren sonstigen Lebensweg ungünstigen Seite her (wohlgemerkt bewegt sich dieses Zusatzkapitel weit über das Thema Eine Rede halten hinaus): Das Glas ist halb leer!

Als Redner möchten Sie etwas erreichen: Sie möchten Ihr Publikum von Ihrer Meinung, Ihrem Thema usw. überzeugen, Sie möchten sich selbst oder jemand oder etwas Anderes in ein gutes (oder schlechtes) Licht rücken – was auch immer, entscheidend ist der Anlass (2.3 Anlass und Erwartungen). Wichtig für die Qualität, die Energie in der Umsetzung Ihrer Rede ist selbstverständlich Ihre Motivation – diese wiederum ist ja auch abhängig von Ihrer grundlegenden Fähigkeit zur Selbstmotivation. Die Frage, die Sie sich hierbei stellen sollten, ist ganz einfach: „Bin ich auf die Probleme fixiert, oder auf mögliche (und meinetwegen auch unmögliche) Lösungswege?“

Kommen wir nun zur Vernunft. Ich möchte Ihnen ein Beispiel geben: Sie halten Ihre allererste Rede, dies ohne die Möglichkeit zur Vorbereitung. Das Publikum ist sehr ambivalent (also kaum einzuschätzen) und besteht aus einer sehr großen Menge (großer Druck). Sie sind also ein unerfahrener Neuling unter widrigen Umständen auf der Bühne. Ist es da nicht vernünftig zu sagen: „Das schaff ich nicht, das geht schief! Ich werde das Publikum nicht überzeugen können!“ Ich sage Ihnen ganz klar, dieser Gedankengang IST vernünftig! Er ist vernünftig, schadet aber Ihrer Motivation (damit Ihrem Vortrag), ist destruktiv und wird im schlimmsten Fall zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Begrüßen wir an dieser Stelle nun die Negative Vernunft! (Doch bitte, wenden Sie sich auch schleunigst wieder ab von ihr…)

b) Positive Vernunft

Bleiben wir beim obigen Beispiel, dem Sprung ins kalte Rednerwasser unter unguten Voraussetzungen. Nutzen Sie die Negative Vernunft, werden zu den schon vorhandenen Schwierigkeiten noch mehr dazukommen. Sie werden vielleicht mit Angst auftreten (2.11 Umgang mit Stress), im Extremfall den Auftritt sogar absagen (müssen). Das ist zwar für Ihren Auftritt sehr schädlich, doch die Gründe für diese Entwicklung sind ja doch vernünftig: Negative Vernunft! Wie lässt sich hier aber eine Positive Vernunft einsetzen? Was genau stellt diese dar?

Dazu ein kleiner Umweg über ein themafremdes Beispiel: Sie möchten das Gitarrenspiel erlernen. Nehmen Sie sich einen Gitarrenlehrer, der Ihnen zeigt, wann Sie welchen Finger an welchem Bund auf welche Saite legen müssen, dann werden sich mit der Zeit auch Lernerfolge einstellen. Jedoch – sind Sie kein Ausnahmetalent oder üben nicht über die Maßen – wird es beim mittelmäßigen Spiel bleiben. Sie werden das Instrument nicht zur Gänze durchschauen. Lassen wir den Gitarrenlehrer nun weg und geben Ihnen nur die Gitarre in die Hand. Sie werden Fehler machen, Sie werden langsamer lernen, Sie werden teilweise daran verzweifeln. Doch wenn sich die berühmten Aha-Effekte einstellen, dann in Fleisch und Blut: Sie werden lernen, das Instrument in seiner gesamten Fülle an Möglichkeiten und Unmöglichkeiten zu verstehen. Gehen wir natürlich davon aus, dass Sie Ihre selbst gefundenen Ergebnisse immer wieder mit der Meinung fähiger Gitarristen abgleichen.

Im Beispiel der Gitarre haben Sie die Wahl – und niemand kann es Ihnen übel nehmen, wenn Sie sich für den leichteren Weg, den mit Gitarrenlehrer entscheiden. In unserem Beispiel Ihrer ersten Rede haben Sie jedoch keine Wahl: Sie halten die Rede ohne Erfahrung und Vorbereitung oder Sie lassen es bleiben, ein Lehrer kommt hier nicht infrage. (Das Gitarrenspiel können Sie natürlich auch gänzlich bleiben lassen, aber den – entschuldigen Sie bitte! – feigen Rückzug klammern wir als echte Option in diesem Kapitel aus.) Denken Sie also folgendermaßen: „Oh weh, da muss ich jetzt durch. Aber wenn schon, dann nutze ich das, dann lerne ich dabei und werde die Fehler, die ich heute mache, beim nächsten Mal schon überwunden haben! Mal sehen, was ich schon kann, ich bin ja vom Thema überzeugt, das wird das Publikum schon merken! Zumal das mein erster Auftritt überhaupt ist, das soll das Publikum gefälligst respektieren!“ Sie entwickeln durch eine solche Denkweise ein Feuer und eine Dynamik, die ohne den Druck in unserem Beispiel nicht möglich wäre. Sie haben somit aus den Nachteilen taktische und technische Vorteile gemacht, jedoch (und das ist sehr wichtig!) ohne die Gefahren Ihres Auftritts zu verleugnen. Heißen wir sie also willkommen und lassen uns von ihr bei der Hand nehmen: die Positive Vernunft.

c) Abgrenzung vom Positiven Denken

Positive Vernunft (die ich Ihnen, wie Sie sicherlich bemerkt haben, leidenschaftlich ans Herzen legen möchte) ist mit dem bekannten Positiven Denken zwar eng verwandt, doch in einem entscheidenden Punkt hebt sie sich klar und deutlich davon ab. Der Fokus liegt auf der Vernunft, positiv und negativ gibt ’nur‘ die Richtung an. Die Angst davor, dass eine Invasion aus dem All Ihre Rede stört, ist zwar ebenfalls negativ, jedoch keineswegs mehr mit der Vernunft zu vereinbaren. Und diese Gefahr – natürlich um 180° gedreht – sehe ich beim Positiven Denken: die Schwierigkeiten einer Sache oder Situation auszublenden, es sozusagen zwanghaft positiv zu sehen. Dies ist grundsätzlich zwar mit Positivem Denken nicht gemeint, der Begriff Positive Vernunft macht solche Blüten allerdings unmöglich. Es zählt die Vernunft – wo aus vernünftigen Gesichtspunkten heraus nichts Positives zu finden ist, da lügt man sich auch nicht in die Tasche. Dem Positiven Denken muss man nur das Adjektiv zwanghaft voran setzen – und schon haben wir ein Zwanghaft Positives Denken. Versuchen Sie dies mit der Positiven Vernunft, dann führt sich der entstehende Begriff selbst ad absurdum: Zwanghaft Positive Vernunft – ein Ding der Unmöglichkeit, denn Zwanghaft hat immer eine Tendenz zur Unvernunft. Wenn es nicht gar völlig unvernünftig ist.

Positive und Negative Vernunft entscheiden keineswegs ausschließlich über Erfolg und Misserfolg – wir sollten Fachwissen, Reputation, Vitamin-B, Akribie, Gesamtsituation, Unterstützung, Glück usw. nicht vergessen. Doch eines ist sie, und das permanent (denn Ihre Entscheidung für Positive bzw. Negative Vernunft ist keine situative Entscheidung sondern eine Charakterfrage): Die Richtung Ihrer Motivation (bzw. Demotivation) und damit Tag für Tag und Auftritt für Auftritt das Zünglein an der Waage.

+++ ohrengold.de/bildung +++

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al-Qaida plant Anschläge auf Züge – Warum Deutschland nicht betroffen ist!


Wie unsere holden Menschheitsbeschützer von der NSA bei aufwändigen Analysen zigtausender Telefonate herausgefunden haben (wollen), plant das Terrornetzwerk al-Qaida eruopaweit Anschläge auf Züge. Vor allem Schnellzüge sollen betroffen sein, bei Bummel- und Bimmelbahnen „…liegt die Gefahr nicht über 68% pro Zugabteil“. Die Gefahr ist also greifbar – auch in Deutschland? Mitnichten!

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Das Ministerium für Innere Schönheit pflegt seit jeher gute Kontakte zum internationalen Terrorismus. Da auch wir uns Sorgen um unsere eigenen Bahnreisen machen – ebenso die unserer Nächsten und Übernächsten – freut es uns vom Ministerium sehr, dass wir den hochrangigen al-Qaida-Führer Aiman az-Zawahiri zu einem Telefongespräch überreden konnten.

MfIS: Maschallah, Herr az-Zawahiri.

az-Zawahiri: Maschallah, räudiger Ungläubiger.

Man befürchtet in Deutschland verheerende Terroranschläge auf Züge der Reichs-, äääh Bundesbahn. Was können Sie uns dazu sagen?

Züge sind gute Ziele, denn sie sind voll räudiger, ungläubiger Hunde. Zudem sorgt die Röhrenform eines Zuges für eine sehr effektive Ausbreitung des Explosionsdrucks. Auch fahren oft Familien mit Kindern und Geschäftsleute in Zügen mit. Das ist total supi!

Genau deswegen befürchten wir vom Ministerium, dass unsere Freunde und Verwandte Opfer eines Ihrer Anschläge werden. Würden Sie uns die konkreten Anschlagsziele zukommen lassen, so dass wir unsere Fahrkarten z.B. an die FDP weitergeben können?

Nein, räudiger Ungläubiger!

Gut, dann halt nicht.

Genau!

Es heißt, ganz Europa wird vom Zugterror der al-Qaida überrollt…

Nein, nicht ganz Europa.

Nicht ganz Europa? Können Sie uns die Ausnahmen mitteilen?

Wir werden großflächig Europa mit Terror überziehen – abgesehen von Deutschland, hierum machen wir einen großen Bogen.

Wie jetzt? Kein Terror in Deutschland? Warum denn das?

Na das ist doch ganz einfach! Sehen Sie, wir wünschen uns unschuldige Opfer, also die Fahrgäste, und dabei das größtmögliche Leid. Doch selbst wir von der al-Qaida sehen uns nicht in der Lage, den Zugreisenden einen solch tiefen wie flächendeckenden Schaden zuzufügen, wie es die Deutsche Bahn schon tut: Zugausfälle, defekte Klimaanlagen, stundenlange Durchsagen, scheppernde Lautsprecher, permanente Preissteigerungen, stinkende Sitznachbarn, der Mainzer Hauptbahnhof… bei diesem grausamen Terror am deutschen Bahngast kann selbst eine solch professionelle Organisation wie al-Qaida nicht mithalten.

Oh, stimmt, das haben wir hier gar nicht bedacht.

Sehen Sie, räudiger Ungläubiger!

Da sind wir ja ganz schön erleichtert. Wobei, dass die DB eine solch grausame… [plötzliches Rauschen in der Leitung]

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