bewusst / unterbewusst / unbewusst (Bewusstsein 4 Beginners)


Es ist wirklich sehr traurig, wie wenig Wissen – oder besser: Grundwissen – im Schulalltag vermittelt wird. Durch eine Schule muss nun mal ein jeder gehen, da gehörten solche Themen hin. Ich wäre dankbar, wäre dieser Blogartikel unnötig. Doch er ist es nicht. Denn die meisten Menschen (selbst viele Therapeuten) unterscheiden zwischen bewusst und unterbewusst. Doch, um ein Lieblingszitat zu verwenden: „So einfach ist es nicht!“

kroete

Unsere Bewusstseinsstufen sind nicht in zwei, sondern in drei Ebenen zu gliedern. Aber eines nach dem anderen, beginnen wir mit dem:

I. Bewusstsein

Das Bewusstsein umfasst vornehmlich konkrete Inhalte, die sich im Jetzt befinden, oder zumindest dem Jetzt relativ nahe sind: Sinneserfahrungen (wovon die meisten jedoch unterbewusst bleiben), die durch unsere Konzentration darauf (z.B. auf den Geschmack eines Essens oder das Gefühl eines Kusses) oder die ungewöhnliche Plötzlichkeit (z.B. ein lauter Knall) die Schranke des Unter- oder Vorbewusstseins passieren. Im Grunde sind auch die plötzlich eintretenden Dinge wie der laute Knall etwas, worauf sich unser neurologisches System konzentriert und es in unser Bewusstsein vordringen lässt. Bewusstsein geht also immer mit einer gewissen Form der Konzentration einher. Wobei mit Konzentration eine Art Auslese gemeint ist: Irrelevante Sinnesreize (wie z.B. die stetig gleich bleibende Temperatur in einem geschlossenen Raum) werden aus dem Bewusstsein ausgeschlossen – sie landen im Unterbewusstsein. Relevante Reize, wie eben besagter Knall oder der intensive Kuss mit all seinen schönen Reizen, dringen zu uns durch. Zum größten Teil geschieht dies automatisch, zum kleineren Teil steuern wir die Prozesse des Bewusstwerdens.

Auch Erinnerungen und Fähigkeiten können in unser Bewusstsein dringen. „Wo hab ich gleich wieder die Urlaubsbilder abgespeichert?“ Im Unterbewusstsein verschwunden, können solche Informationen mit der richtigen Technik leicht hervor geholt werden. Meist macht man sich darüber keine Gedanken – der Besuch sitzt am Kaffeetisch, die Bilder werden einfach am Tablet aufgerufen. Ohne vorher darüber nachzudenken, in welchem Ordner man sie abgespeichert hatte. Ebenso ist es mit Fähigkeiten, wobei es gerade in diesem Bereich sehr viele Anteile gibt, die weder bewusst noch unterbewusst ablaufen, sondern unbewusst. Und damit niemals (oder nur mit der allergrößten Mühe) ins Bewusstsein treten können. Oder sind Sie sich all jener durch Ihre Motorik gesteuerten physikalischen Dinge bewusst, die z.B. beim Fahrradfahren passieren?

 

II. Unterbewusstsein / Vorbewusstsein

Wie sieht eigentlich eine Schildkröte von unten aus? … Und schon haben Sie etwas aus Ihrem Unterbewusstsein in Ihr Bewusstsein hervor geholt. Sie wussten schon vorher, wie eine Schildkröte von unten aussieht, doch es war nicht wichtig. Sie hatten bis eben mit dieser Thematik nichts zu tun, ebenso hat Sie Ihnen niemand aufgedrängt. Dieses Aufdrängen habe ich nun nachgeholt. Und was konnten Sie dagegen tun? Genau: Nichts! Sie hatten keine Chance, die Schildkröte ist nun da und wird erst in ein paar Minuten wieder ins Meer des Unterbewussten absinken. (Beim Unterbewussten spricht man in der Forschung auch vom Vorbewussten – beide Bezeichnungen haben eine gute, wenngleich etwas verschiedene Aussagekraft.)

Aber halt – schlechte Metapher! Wollen wir die Metapher etwas besser machen: Das Bewusstsein ist ein Boot auf dem pazifischen Ozean. Alles, was sich auf diesem Boot befindet, ist Ihnen bewusst. Die Schildkröte (und ihre Unterseite) befindet sich zum Beispiel dort. Was noch? Das wissen nur Sie selbst, denn meine Verantwortung für die Fracht auf Ihrem Boot hat sich mit der Schildkröte erschöpft. Na gut, packen wir noch ein Kamel mit drei Höckern dazu – damit ist aber auch gut. Das Unterbewusstsein ist in dieser Metapher eine sehr flache Schicht dieses Ozeans, auf dem Ihr Bewusstseins-Boot schwimmt. Es ist die oberste Schicht, sie beinhaltet all dies, was Sie vom Boot aus angeln können (gezieltes Bewusstmachen) und all jenes, was aus Versehen auf Ihr Boot springen kann (unerwartetes Bewusstwerden). Allerdings reicht so eine Angelschnur nicht allzu weit in die Tiefe. Ebenso springen Meerestiere nur dann aus dem Wasser, wenn sie sich sowieso schon recht nahe an der Oberfläche befinden. Doch der Ozean ist bekanntlich sehr viel tiefer…

 

III. Unbewusstes Material

Das Unbewusstsein ist als Begriff nicht gebräuchlich. Etwas verkompliziert wird hier vom unbewussten Material gesprochen. Dieses Material lässt sich, im Gegensatz zum unterbewussten Material, nicht so einfach ins Bewusstsein holen – teilweise ist es gänzlich unmöglich. Fast alle Körperfunktionen werden über unser Gehirn gesteuert. Nehmen wir das Haar- und Nagelwachstum einmal heraus, bleibt nicht mehr viel übrig, was gänzlich autonom und vom Gehirn unabhängig in unserem Körper geschieht. Gewisse Anteile der Atmung sind dem Unterbewusstsein zuzuordnen, denn sie können sehr einfach ins Bewusstsein geholt und von ihm kontrolliert werden. Dazu eine kleine Aufgabe: Atmen sie vier mal schnell und flach und anschließend vier mal langsam und tief. Sie sehen, die Atmung zu steuern ist in gewissen Grenzen kein Problem. Unbewusst sind z.B. die Nierenfunktionen. Auch dazu eine kleine Aufgabe: Erhöhen Sie nun bitte den Cortisonausschuss Ihrer Nebenniere. … Ganz klar, mit der Atemkontrolle haben Sie keine Probleme. Doch wie zur Hölle wollen Sie Ihre Nebenniere kontrollieren – bewusst kontrollieren? Hier haben wir also ein gutes Beispiel für unbewusste Prozesse.

Neben dem allergößten Teil körperlicher Prozesse sind auch die meisten psychischen Prozesse dem Angler auf dem Boot Ihres Bewusstseins verwehrt. Verdrängte Traumata, die Erinnerung an so manch prägende Kindheitserfahrung, die Ursachen triebgesteuerten Verhaltens, um nur einen Bruchteil zu nennen. Und hier möchte ich wieder zu dem Bild mit dem Boot auf dem Ozean zurück kommen – genauer gesagt, die Dimensionen dieser Metapher gerade richten: Unser Bewusstsein ist eine Feder, die auf dem Ozean schwimmt, unser Unterbewusstsein ist ein ganzer Eimer Wasser dieses Ozeans – und der Ozean selbst, das ist das unbewusste Material. Für immer verborgen..? Mitnichten!

Interessiert an einer Möglichkeit, in den Ozean des Unbewussten abzutauchen? Dies hier ist der Königsweg: dwm-coachings.de/hypnose

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