Bewusst – Unterbewusst – Unbewusst


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Nur wenige Menschen machen sich Gedanken über die Bewusstseinsebenen, die ihnen zur Verfügung stehen. Selbst eine erschreckend große Anzahl an Coaches, Hypnotiseuren und selbst an Therapeuten glaubt, es gäbe Bewusst und Unterbewusst – und damit wäre es das auch. Schon die Begrifflichkeiten werden hierbei oft falsch verwendet, so ist z.B. die Hirnfunktion, mit der die Zusammensetzung unserer Magensäure gesteuert wird, mitnichten unterbewusst. Für den Laien mag die Unterscheidung zwischen unter- und unbewusstem Material zweitrangig sein. Doch für alle, die beruflich mit solcherlei Bewusstseinsebenen zu tun haben, sollte diese Unterscheidung zum festen Wissensstand gehören. So wie ein Bäcker den Unterschied zwischen Hefeteig und Mürbteig kennen sollte – sonst backe ich mein Brot lieber selbst.

Bewusstsein

Das Bewusstsein braucht nur wenig Erklärung. Jeder kennt es, es beinhaltet alle Gedanken, Gefühle, Instinkte usw., die uns in einem Moment bewusst sind. Sie treten am Strand auf einen spitzen Stein, der Schmerz wird Ihnen bewusst. Sie denken über die Arbeitswoche nach, abwechselnd dringen Aspekte dieser Woche in ihr Bewusstsein. Haben Sie über den Dienstag nun fertig nachgedacht und wenden sich dem Mittwoch zu, so schiebt Ihr Gehirn Ihre Dienstags-Gedanken ins Unterbewusstsein und macht nun Platz für die Gedanken zum Mittwoch. Oftmals funktioniert dieser Wechsel so herum: Ein neuer Gedanke schiebt einen älteren Gedanken aus dem Bewusstsein. Beispiel: Sie haben, kurz bevor Sie am Strand auf den Stein getreten sind, über das Abendessen nachgedacht. Mit dem Dringen des Schmerzes in Ihr Bewusstsein, bleibt kein Platz mehr für das Abendessen. Diese Gedanken verschwinden aus Ihrem Bewusstsein, zumindest für eine kurze Zeit.

Unterbewusstsein

Das Unterbewusstsein ist schon um ein Vielfaches reichhaltiger als das Bewusstsein. Doch auch das Unterbewusstsein ist nur ein kleiner Teil unseres gesamten Gedächtnisses. Dort befinden sich all jene Dinge, die akut nicht im Bewusstsein vorhanden sind, aber sehr leicht (z.B. durch das bezeichnende Wort) ins Bewusstsein geholt werden können. Wenn ich Sie nun an Ihr liebstes Kuscheltier erinnere, dann sehen Sie, wie es sich sofort in Ihrem Bewusstsein manifestiert. Meistens „schläft“ dieses Kuscheltier in Ihrem Unterbewusstsein – doch ein Satz reicht aus, vielleicht sogar ein Wort, und Ihr Kuscheltier taucht in Ihrem Bewustsein auf. All jene relativ leicht ins Bewusstsein holbaren Dinge, sind Teil Ihres Unterbewusstseins: Was Sie gestern zu Abend gegessen haben, wofür die Abkürzung „USA“ steht, die Wandfarbe Ihrer ersten eigenen Wohnung usw. usf.

Unterbewusstes Material

Hier nun befinden wir uns im prägendsten und mit großem Abstand tiefsten Bereich unseres seelischen Seins. Fast alle vom Gehirn gesteuerten Körperfunktionen sind Teil Ihres unterbewussten Materials: Die Verdauung, der Herzschlag, die Zusammensetzung ihrers Blutes, auch die meisten psychosomatischen Prozesse sind dort aufgehoben, wo die so leicht zu beeinflussende und zu Fehlverhalten lockbare Ratio nicht stören sollte. Doch damit nicht genug, sind in diesem gewaltigen Bereich unbewussten Materials neben der Körperfunktionen auch alle vergrabenen, verdrängten und „wirklich vergessenen“ Erinnerungen abgelegt. Und damit ist die Wichtigkeit des Unbewussten längst klar: All jene Verhaltensweisen, die wir als fremdgesteuert wahrnehmen (z.B. der innere Schweinehund), haben dort ihre Ursachen liegen. All jene Einflüsse, die unseren Charakter geformt haben, sind hier verbrogen. Es sind die tiefen Ströme und Prozesse, die unser Sein und unser Leben entscheidend beeinflussen. „Du bist, was Du isst“ sollte heißen: „Du bist, was Du von Dir nicht wahrnehmen kannst.“

Die Hypnose ist der direkteste Draht zu unserem unbewussten Material. Die erweiterte Bildsprache (Bilder, Gefühle, Sinneseindrücke) ist die Sprache, in welcher unser unbewusstes Material kommuniziert. Es ist ebenfalls die Sprache der Hypnose. Und so ist es durchaus möglich, mit unserem unterbewussten Material in Kontakt zu treten, neue Wege mit ihm auszuhandeln und gänzlich unterbewusste Prägungen (wie z.B. irrationale Ängste) zu bearbeiten.

 

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