+++ Interview mit dem Pferd von Kim Jong-un +++


Vor gut einer Woche (MEZ) blickte die Welt erstaunt nach Deutschland, hatte es das Ministerium für Innere Schönheit doch tatsächlich geschafft, ein exklusives Interview mit Kim Jong-un zu führen, dem Obersten Führer der Volksrepublik Nordkorea. Leider musste das Interview wegen einem gehässigen Lachanfall Kims nach kurzer Zeit abgebrochen werden. Doch schon am Folgetag konnten wir vom Ministerium die Weltöffentlichkeit noch völkermordsmäßiger überraschen, indem es uns gelang, die Situation für ein zweites Interview zu fingieren und dem Obersten Führer Antworten u.A. zu den Themen Zufall, Staatsideologie und Heißluftballon zu entlocken. Drehten sich diese beiden Interviews noch um Themen der Öffentlichkeit (Südkorea, USA, Atomkrieg), wird unser heutiger Gast auch ein paar intime Details des Obersten Führers erzählen können: Klaus Lee-Trab, das Pferd von Kim Jong-un.

unpferd

MfIS: Hallo Klaus, es ist schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

Klaus Lee-Trab: Ja, danke auch für die Einladung, wie-hüüüh!

Sie sind nicht irgend ein Pferd, Sie sind das Pferd des Obersten Führers Kim Jong-un. Mal ganz konkret gefragt: Wie ist das so?

Nun, ich bin ja nicht das einzige Ferd…

Pferd. Es heißt Pferd.

Ja, danke, wie-hüüüh! Ich bin ja nicht das einzige Ferd unseres geliebten Führers, sondern nur sein Lieblingsferd.

Sein Lieblingspferd? Wie viele Pferde besitzt Kim denn, Klaus?

Kim, wie-hüüüh, ist der Herrscher über alle Ferde Mordkoreas. Das sind schon einige, zählt man die in den Tiefebenen reichlich vertretenen Wildferde und die etwas scheuen, im erbärmlichen Rest der Welt längst ausgestorbenen Einhörner dazu, kommt man auf eine sehr große Zahl. Diese Zahl ist so groß, dass sie nur ein Supercomputer mordkoreanischer Bauart ausgeben kann, der mit Bambusrohren und Menschenblut statt so halbgarer Dinge wie Halbleitern und Elektronen betrieben wird.

Das klingt nach einer ganzen Menge. So viele Pferde bei so wenigen Obersten Führern (Kim Jong-un only; Anm.d.MfIS) wecken natürlich auch Begehrlichkeiten. Ist es da nicht schwer, auf Dauer das Lieblingspferd von Kim zu bleiben?

Ach nein, eigentlich nicht, wie-hüüüh! Wissen Sie, Kim ist ein verzogener kleiner Junge im Körper einer Baikalrobbe, man muss nur mit seiner kranken Psyche umzugehen wissen. Und vergessen Sie dabei auch nicht, ich bin nun mal von allen Ferden Mordkoreas der geilste Rappen!

Der geilste Rappen?

Ja, der geilste Rappen, wie-hüüüh! So nennt mich Kim sehr gerne, wenn er in meinen After langt um zu sehen, ob sich darin ein Spionagesender der USA versteckt.

Passiert das denn oft?

Täglich, wie-hüüüh, stündlich! Und es gefällt ihm, wenn er darin etwas findet, das nicht ein Spionagesender der USA ist, sondern flauschig und warm.

Und gefällt auch Ihnen das hinterwärtige Rumgewühle mit den dicken Patschehändchen von Kim?

Mir gefällt, was dem Obersten Führer gefällt! Das ist doch klar, wie-hüüüh!

Um noch einmal auf Ihre Sonderstellung im Machtapparat Nordkoreas zu kommen: Wie würden Sie sich selbst, in Ihrer Gesamtheit als Grauschimmel mit Sprachfehlern, Nordkoreaner und Lieblingstier Kim Jong-uns bezeichnen?

[mit stolzem Blick und wehender Mähne; Anm.d.MfIS] Ich bin das Ferd von Kim Jong-un… ich bin ein Un-Ferd!

Ein Un-Pferd? So wie Un-Hold, Un-Tier oder Un-Wetter?

Ja, ja, wie-hüüüh, genauso! Wie das Wetter bin ich überall und nirgends – und doch gehöre ich dem Obersten Führer, dem Genie der Genies, der personifizierten Vorsilbe Un! Ich bin sein Eigentum, so wie die Un-Tiefen an jeder Küste, das Un-Wort 2012-2067 und die Idee des Un-Terrichts oder des Un-tergangs! Wie-hüüüh, brrrrr!

Und natürlich das nordkoreanische Volk nicht zu vergessen, wenn wir gerade bei Kims Eigentum sind…

Wie-hüüüh! Ich bitte Sie! Wenn Sie westliches Kapitalistenschwein…

Ich bin kein Schwein, gurr-gurr!

…wenn Sie an das Geld in Ihrem Geldbeutel denken, denken Sie an die Scheine oder an das Kleingeld?

Natürlich an die Scheine. Wen interessiert schon Kleingeld!?

Sehen Sie? In Kaesŏng zum Beispiel ist ein Arbeiter unseres geliebten Landes kaum zwei Dollar im Monat wert, mehr Lohn bekommt er nicht, mehr verdient er nicht. Da beschäftigt sich der Oberste Führer natürlich lieber mit einem Smartphone, das hat immerhin einen Wert von bis zu 400 Arbeitern. Und Smartphones wiegen sogar noch weniger, wie-hüüüh!

Obwohl die Arbeiter in Nordkorea ja auch nicht gerade viel wiegen.

[Klaus Lee-Trab wird wütend, braucht eine Weile; Anm.d.MfIS] Sehen Sie, uns wird das jedes mal vorgehalten. Unsere Arbeiter seien zu dünn und ausgehungert, unsere Soldaten seien zu dünn und ausgehungert, das ganze Volk sei zu dünn und ausgehungert. Vergleichen Sie doch mal die Schönheitsideale in Ihren Mode-Zeitschriften mit der Realität. Bei uns hungert niemand, unser Volk ist einfach nur schön – sogar nach Ihren Maßstäben, wie-hüüüh! Und das möchten Sie auch noch kritisieren!?

Kritik lag mir Fern, geilster Rappen Nordkoreas…

Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass selbst Ihre größte Stilikone einen mordkoreanischen Namen trägt?

Klaus Lee-Trab, unsere Zeit ist leider zu Ende, deshalb möchte ich nur noch eine Frage stellen: Nein, wer?

Natürlich Hei Di-klum! Das muss man doch wissen!

Oh, das ist mir neu!

Sehen Sie! Selbst von einem Ferd kann ein Kapitalistenschwein noch etwas lernen!

Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch.

Wie-hüüüh… brrrrrr! [Klaus Lee-Trab springt auf und galoppiert in den Un-tergang; Anm.d.MfIS]

Steckbrief
Klaus Lee-Trab (gebürtig Kim Jong Gaul)
Geboren: unbekannt
Fellfarbe: Grauschimmel
Hobbys: von Kim Jong-un gestriegelt werden
Sport: von Kim Jong-un geritten werden
Augenfarbe: böse
Lieblingsfilm: Ein Pferd, dass sie Mann nannten
Lieblingsbuch: Buchweizen

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3 Antworten zu +++ Interview mit dem Pferd von Kim Jong-un +++

  1. Pingback: Trash zum Sonntag (V): Drohsh Sonderausgabe | Nordkorea-Info

  2. Pingback: +++ SKANDAL +++ Pferdefleisch in Margaret Thatcher entdeckt! +++ | mfis

  3. Gitti schreibt:

    Hier hatte ich auch mal so was tierisch lustiges gesehen: http://www.sinn-frei.com/die-abenteuer-von-kim-jong-un-2_17929.htm

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