Des Säufers kleines Wörterbuch – S


Wie jede gute Leber nähert sich auch unser kleines Wörterbuch dem Ende. Doch wie beim besten Rausch wird es kurz vor Schluss noch einmal richtig wild: Das S ist unser Buchstabe für heute, Leute!

sabbern:
Unbewusster Ausfluss aus dem >Mund. Man sollte darauf achten, dass beim Sabbern kein >Alkohol ausfließt.

Salzwasser:
Viel zu selten verwendetes Wundermittel: Ein Gläschen vor dem >Schlafen sollte alle negativen >Randerscheinungen des >Zechens egalisieren, ein Gläschen am Morgen bringt gar nichts, denn am Morgen schläft man noch.

Sambuca:
Dies ist die italienische Variante des >Vodkas und die eigentliche Art eine Kaffeebohne zu sich zu nehmen: in Sambuca eingelegt und flambiert. Der Kaffee mit >Wasser kam erst viel später auf und stellt die qualitativ schlechtere Art dar, Kaffeebohnen zu konsumieren.

Sangria:
Die billigste Form des >Weines. Der handelsüblichen Sangria sollte eine selbstgemachte >Bowle vorgezogen werden, der selbstgemachten Bowle wiederum der harte >Schnaps.

Saufen:
Stressabbau und meditatives Seelen- und Leberyoga. Saufen kann auch als Alternative zum >Prügeln betrieben werden, gerne auch in Kombination.

Säufer:
Sie, werter Leser!

Saure Gurke:
Hierbei handelt es sich um ein natürliches Medikament, erfunden im Spreewald. Die Saure Gurke hilft gegen >Kopfschmerzen und ist auch als kulinarische Beigabe (vornehmlich zu >Vodka) sehr beliebt.

schlafen:
Zeitlich begrenzte Totenstarre, ist oft mit unkontrolliertem >Sabbern verbunden. Man sollte das Schlafen nicht mit dem >Beischlaf verwechseln, obwohl sich beides sehr ähnlich sehen kann.

Schleim:
Kommt am nächsten Morgen aus uns raus, aus dem Rachen, aus der Nase, aus dem After und aus eventuellen sonstigen offenen Stellen.

Schnaps:
Wenn gar nichts mehr hilft. Oder einfach mal zwischendurch. Oder schon am frühen Morgen. Ein >Sprichwort sagt: „Ein >Hütchen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.“

Schnapsglas:
Als Schnapsgläser bezeichnet man schöne, meist leicht bauchige, oftmals auch stielige Gläser, die viel zu heiß gewaschen worden sind. Dies erkennt man an der geringen Größe, weshalb es eigentlich unsinnig ist, ein Schnapsglas für >Schnaps zu verwenden. Am besten ist es, Sie trinken einfach aus der >Flasche.

Schunkeln:
Rhythmisches >Schwanken in der Gruppe, sitzend betrieben, abzüglich der ästhetischen Komponente. Angeblich wird das Schunkeln streng im Takt der Musik ausgeführt, bei bis heute ca. 12.527.409.336 Feldversuchen zu dieser spannenden Frage konnten jedoch noch keinerlei Zusammenhänge zwischen Schunkeln und Takt beobachtet werden.

Schwanken:
Eine kunstvolle Art der Fortbewegung, deren Besonderheit das Spiel mit der >Schwerkraft darstellt. Zum Leidwesen der >Matrosen (Erfinder des Schwankens) wurde das Schwanken im Lauf der Geschichte von den >Betrunkenen perfektioniert und verbreitet.

Schwerkraft:
Eine garstige, gar bösartige Stolperfalle der Natur. Eine Welt ohne Schwerkraft wäre von viel weniger Knochenbrüchen malträtiert.

Sekt:
>Prickelbrause für alle, nicht zu verwechseln mit >Natursekt.

Sex / sexuell / Sexualität:
Alternative zum >Schnaps, vermag zumindest eine Weile vom >Alkohol abzulenken und sogar einen kurzen >Rausch (Orgasmus) herbeizuführen. Im Großen und Ganzen ist der Sex aber überflüssig, denn er ist nicht in der Lage, den >Durst zu löschen.

Silvaner:
Die Silvanerrebe stammt aus Siebenbürgen, von wo aus sie im Mittelalter u.A. nach Deutschland verschleppt wurde. Da sie als sehr heimatgebunden gilt, ist sie seit ihrer Entwurzelung recht sauer.

Sixpack:
Internationale Maßeinheit für >Bier, größer als die >Flasche aber kleiner als der >Kasten und das >Fass.

Skat:
Zeitvertreib, der vor allem kaschieren soll, dass man sich einzig und allein des >Saufens wegen trifft. Warum das kaschiert werden soll ist bisher unklar.

Spiegelbild:
Eklatant in der Rötung, am frühen Morgen sogar sichtbar verwandt mit dem >Konto eines >Alkoholikers.

Spirituose:
Diese komplizierte Aneinanderreihung unpassender Buchstaben ist ein doch arg überflüssiges (weil im >Suff kaum auszusprechendes) Fremdwort für den >Suff.

Sprache:
Überflüssiges Nebenprodukt gesellschaftlichen Zusammenlebens. Kann ab zwei >Promille getrost unter den Teppich gekehrt werden.

Sprichwort:
Da beim >Saufen schnell die Fähigkeit der spontanen >Artikulation verloren geht, greift der Profi dann auf Sprichwörter zurück. Dies sind meist gewichtig klingende Behauptungen, die man gut mit einem >Hütchen runter >spülen kann.

Sprit:
Hat sich als alternative Bezeichnung für >Spirituose durchgesetzt. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand.

Spülen / spülen:
Gewisse Hilfsmittel wie >Bierkrüge und >Schnapsgläser müssen gelegentlich gereinigt werden, was man eben auch als Spülen bezeichnet. Hierfür empfiehlt es sich für den >Alkoholiker, auch im gehobenen Alter noch bei Mutter zu wohnen.

spülen (herunter):
Etwas herunter spülen bedeutet ein >Glas oder eine >Flasche >Alkoholika möglichst schnell zu >vernichten. Diese Form des >Spülens sollte nicht auf Mutter übertragen werden, da sonst der >Alkohol zwar leer, der Effekt bei einem selbst jedoch sehr gering ist.

Stadtpark:
Tummelplatz für Studenten, Eltern, Kinder, Bierdosen und >Alkoholiker. Der Stadtpark kann als urbane Variante des >Baggersees begriffen werden.

Sterne:
Diese komischen gelben gezackten Punkte da oben unter der Überschrift. Diese Sterne sind ein Sehtest, wie man erkennt bisher einmal richtig (5) und einmal falsch (1) getroffen.

Straight Edge:
Siehe >Abstinenzler.

Straßenverkehr:
Den Straßenverkehr sollte man – im Gegensatz zum Geschlechtsverkehr – nach dem Genuss von >Alkohol vermeiden, da er als aktiver Teilnehmer viel zu stressig ist. Um einiges besser ist er jedoch als Beifahrer, da man sich als solcher mit irrsinnigen Beschimpfungen der anderen Verkehrsteilnehmer, dem unkontrollierten Griff ins Lenkrad, dem >Kotzen aus dem Fenster bei voller Fahrt oder einer mitgebrachten >Vuvuzela sehr gut unterhalten kann.

Student:
Der Student ist dem hartgesottenen >Alkoholiker sehr ähnlich: er trinkt gern, will aber nicht >zahlen.

Suff:
Angenehmer Zustand geistiger Frische. Ein >Sprichwort sagt: „Im Suff sind alle Katzen bunt!“

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