Tod bleibt „alternativlos“


Viele Belange des menschlichen Lebens sind in der heutigen Zeit recht unklar. Kann man Bio-Plastik essen? Dürfen US-amerikanische Lehrer potentiell Amok laufende Schüler in Texas prophylaktisch schon im Kindergarten erschießen? Welche Sexualität hat Ihr Ehegatte? In einer schwer zu greifenden Welt ist eine Meldung aus der SMÄK 2012 gerade für ältere Menschen, die besonders nach Halt und Sicherheit suchen, ein positives Signal.

Wie nun bekannt wurde, verbreitete sich eine seit tausenden Jahren geführte und nun zu ihrem provisorischen Abschluss gebrachte Studie auf der SMÄK 2012. Professor Sen Sääman von der Universität Helsinki ist seit 1989 die treibende Kraft hinter der Studie, welche den Lebensweg von ca. 8 Milliarden Menschen seit 4.300 vor Christus verfolgte. Hauptaugenmerk war das plötzliche Verschwinden der einzelnen Individuen aus ihrer sonst üblichen Daseinsform, dem sogenannten Leben. „Leben,“ so Prof. Sääman auf Nachfrage des MfIS, „ist ein vergänglicher Zustand, vergleichbar mit der Haltbarkeit einer Tiefkühlpizza.“ Der Pizzavergleich sei übrigens „im Zustand wie auch in der Optik der Sache“ gut gewählt.

Über das, was nach dem Leben folgt, herrscht jedoch seit Anbeginn der Zeit großer Streit in der Fachwelt. So spricht der weise Theologe Joseph Ratzinger von einem immergrünen Garten, der selbst im Winter ohne Tannen blüht. Dr. Prof. Ruhollah Musavi Chomeini hingegen beschreibt das Leben als die Warteschlange zu einem ungleich spaßigeren, mit Jungfrauen geschmückten Event (Laydies-Night, Open End). Der sehr erfolgreiche Quereinsteiger Siddhartha Gautama aus Indien wiederum sieht im Lebenszyklus einen immerwährenden Kreislauf, in dem die neuerliche Geburt auf das gelebte Leben folgt, was jedoch den Nachteil regelmäßiger Schleudertraumata mit sich bringt. Für den Laien ist dies sehr verwirrend – und tatsächlich konnte keiner dieser Gelehrten auch nur ansatzweise einen Beleg für seine Behauptungen anführen. So hält sich die Meinung, auf das Leben folge der Tod.

Der Tod, was ist das eigentlich?

Wie schon Prof. Sen Sääman erklärte, ist der Tod der Zustand einer Tiefkühlpizza nach dem Verfallsdatum. In anderen Worten: der Mensch, den der Tod ereilte, stinkt und schimmelt, löst sich mit der Zeit gar in „gewisse Säfte“ (Prof. Sääman) auf. Hinzu kommt, dass dieser Mensch nun nicht mehr für die Zwecke zu verwenden ist, für die er geschaffen wurde (Arbeit, Facebook, Familie). „Dies gilt übrigens für jeden Menschen,“ klärt uns der Fachmann auf, „selbst ein Herr Putin oder eine Frau Spears können sich freuen, diese Sicherheit im Leben zu besitzen.“

Und so lassen sich auch die Alten beruhigen: Ihre Rente ist fraglich, Ihre Miete immer wieder neu, die Pfandflasche mal mehr und mal weniger wert, doch eines ist sicher,

der Tod ist alternativlos

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2 Antworten zu Tod bleibt „alternativlos“

  1. nextkabinett schreibt:

    Reblogged this on Germanys next Kabinettsküche und kommentierte:
    Wie gut, dass wenigsten eine Sache sicher ist …

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