(K)ein Herz für Leerstände!


Zur Zeit geht es hoch her in der rheinischen Fastnachtsprovinz Mainz, Universitätsstadt und Krone eines Bundeslandes. Schon lange schwelt der Konflikt zwischen der suburbanen Kulturszene und der Rathaus- wie auch Landtagspolitik. Grund für den Zank: Es gibt keine Räume für Jugend-, Sub- und Spartenkultur*. Leerstände gibt es dafür Massenweise, doch mieten kann man die ohne Geld leider nicht. Was sehr schade ist.

Nun ist das Anliegen der Szene absolut verständlich und nur mehr als rechtens, selbst Aktionen wie die Austraßenbesetzung sind im Grunde unterstützenswert. Doch wohin denkt der Mensch? Ruft er nicht schon viel zu lange „Wachstum! Wachstum!“, während er die Erde wie ein Virus heimsucht? Ist es nicht gerade diese Verbreitungs- und Besetzungssucht, an der unsre Kinder eines Tages in der Menschenfleischlavine ersticken werden, die der Ursprung allen Übels ist? Konnte doch vor tausend Jahren noch ein dänisches Eichhörnchen von Baum zu Baum bis nach Spanien reisen, um sich dort im Wipfel mit einer rassigen Eichhörnchenschönheit** angenehm zur Ruhe zu setzen, hat der Mensch bis heute aber jeden freien Platz besetzt, hat die Natur vertrieben, auch das Eichhörnchen… und alles asphaltiert und betoniert, was ihm unter die Dampfwalze gekommen ist. Frei nach dem biblischen Gebot: „Machet sie Euch Untertan!“

.
Bis hierhin würde mir die Mainzer Subkultur noch zustimmen, doch möchte ich nun eine andere Meinung propagieren, sinnvoll, intelligent, weitsichtig, hieb-, stich-, schlag- und alte-Eier-resistent und von einer Heerschar an Mitarbeitern des MfIS*** fachlich geprüft: Wir stellten fest, dass auf unserem Planeten (der uns im Grunde gar nicht gehört) mittlerweile mehr als 7.000.000.000 Menschen vor sich hin vegetieren, teilweise sogar vegetariasieren. Das ist eine erschreckend hohe Zahl (7) mit erschreckend vielen Nullen (000.000.000). Natürlich muss man einen gewissen Prozentsatz abziehen (0,1%), will man in dieser Sache ordentliche Wissenschaft betreiben, da von 1.000 Menschen nur 999 als wirkliche Nullen bezeichnet werden können. Trotzdem bleiben 6.993.000.000 Nullen übrig, die für nichts als Kommunismus oder gar Kapitalismus zu gebrauchen sind. Zu viele, sie benötigen zu viele Räume. Und so verfolgt das MfIS nun einen neuen Ansatz:

Mehr Leerstände, weniger Menschen!

Beginnen können wir ja mit Beamten und Politikern…
Herzlichst für eine bessere Welt,
MfIS

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* Mal abgesehen von pengland (noch), Walpodenakademie, performance art depot, Kunst-FH, Haus Mainusch (noch), Haus der Jugend, Blotablota und noch ein paar weiteren – für eine Millionenstadt wie Mainz doch recht erbärmlich.

** Was keine geschlechtsspezifische Aussage ist, liebe „Sexist!“-Krakehler. Und rassig hat auch nichts mit Rassismus zu tun. Doch? Nein!

*** Konsequenter Weise kehrt man zuerst vor der eigenen Haustüre, weshalb diese Mitarbeiter nach Abschluss der Prüfungen allesamt erschossen wurden.

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Eine Antwort zu (K)ein Herz für Leerstände!

  1. nextkabinett schreibt:

    Reblogged this on Rund um den Kabinettstisch und kommentierte:
    Ah! Da ist es, der differenzierte Blick auf die aktuellen Geschehnisse in der rheinland-pfälzischen Metropole … selbstverständlich aus der Sicht des MfIS … Merci, werter Minister für Innere Schönheit

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