Fußball & AntiFa – Ein Ding der Lächerlichkeit!


Eines vorneweg: Dort, wo es echte Faschisten gibt (Russland, Lazio, Brandenburg), ist ein antifaschistisches Gegengewicht natürlich mehr als nur notwendig. Ob z.B. in Brandenburg die AntiFa oder die weitaus unpolitischeren Sozialarbeiter mehr erreichen, sei als Frage auch nur in den Raum gestellt. Ohne eine Wertung meinerseits!

Nun ist aber EM [2012; Nachtrag zur WM 2014 s.u.], also Fußball-Europameisterschaft. Und wie bei jedem großen Fußballturnier blamieren sich nicht nur die Holländer, sondern eben auch die AntiFa – oder zumindest ein gehirnamputierter Flügel davon. Dazu mal ein aktuelles Foto, auf welches ich nun ein wenig eingehen möchte:

Was ist hier zu sehen?
Aus Sicht des Ahnungslosen sind da irgendwelche Typen mit Flaggen auf dem Busen und zermatschen… Flaggen. Okay, warum nicht, vielleicht sind die Flaggen ja nicht hübsch. Für den außenstehenden Ahnungslosen wäre das Ganze aber austauschbar: Deutsche Fans und Hollandflaggen auf dem Boden; Iraner und Amiflaggen auf dem Boden; Russen und Naziflaggen auf dem Boden; Nathan Bedford Forrest und Black Panther Flaggen auf dem Boden; etc.pp. Mutet also erstmal nur destruktiv und populistisch an.

Warum machen die das?
Ganz einfach: weil Deutschland scheiße ist und verrecken soll. Drehen wir das Rad der Zeit um etwa 70 Jahre zurück, dann ist das sogar richtig so. Heutzutage aber, wage ich zu behaupten, ist nicht jeder Deutsche mit Flagge zur EM ein Nazi. Sonst war ich gestern nämlich auch einer, aber von faschistoidem Gedankengut in meinem Hirn ist mir bisher nichts bekannt.

Was wäre also ein Gegenargument?
In einer recht unfreiwillig spaßigen Facebook-Diskussion setzte einer scheinbar recht vernünftig auseinander, dass er doch wohl zu Recht hinter der deutschen Mannschaft steht, denn er ist nun mal in Deutschland geboren, wofür er ja nix kann. Die Antworten waren – erwartungsgemäß – beleidigend die Nazikeule schwingend. Hmmm, auch irgendwie komisch…

Und wo ist der Denkfehler?
Wer in Deutschland lebt und sich für Fußball interessiert, der mag geboren sein, wo er will, aber er wird vornehmlich die Bundesliga beobachten. Weil die Bundesliga hier im Fernsehen kommt. Und im Radio. Und weil er zu Hause ins Stadion gehen kann, von Kreisklasse bis Bundesliga, in welcher Stadt er nun mal wohnt. Also interessiert er sich für die Bundesliga und ihre Spieler. Er hat also den Werdegang der Spieler verfolgt, selbst derer, die mittlerweile bei Real ein feines Bällchen spielen, denn mit zur Zeit keiner einzigen Ausnahme ist die deutsche Mannschaft mit Spielern gespickt, die entweder noch immer in der Bundesliga spielen, oder in eben jener zu den Stars geworden sind, die sich ein internationaler Topclub kaufen mag. Quintessenz: Nicht gänzlich zwar, aber doch zu einem erdrückenden Prozentsatz, ist das deutsche Team ein Team, welches aus Spielern besteht, die wir eben zu kennen meinen. Und was das mit Politik, geschweige denn mit Faschismus zu tun hat, bleibt mir dummen Vollpfosten auch bei mehrmaligem Nachdenken ein Rätsel, wie dem FC Bayern das Tor vom FC Chelsea.

Und nun?
Liebe AntiFa, es ist doch schön, dass es Euch gibt. Aber bitte, bleibt bei den Themen, von denen Ihr auch eine Ahnung habt. Und von Fußball, Fankultur und den damit einhergehenden Deutschlandfähnchen habt Ihr leider nicht den blassesten Schimmer. Und das ist – Turnier für Turnier für Turnier – nur eines, nämlich peinlich! Zum Beweis sei hier ein Nachtrag aus der Vergangenheit erlaubt: Autonome zerstören Türken die Deutschlandfahne

Vielen Dank,
Euer unverbesserlicher Vollpfosten und Fußball-Nazi aus dem Ministerium

NACHTRAG WM 2014

Diesmal haben sich die Holländer doch recht achtbar geschlagen (z.B. 5:1 gegen den FC Barcelona) und so richtig blamiert hat sich nur wer? Genau, der Gastgeber! Die AntiFa ist während des Turniers erstaunlich ruhig geblieben. Doch dann der #gauchogate (korrekte Schreibweise), purer, triefender Rassismus, dessen Ursache ein noch viel schrecklicheres Phänomen ist. Der Nürnbergismus, wie dieses schockierende Video beweist:

Als gebürtiger Franke möchte ich darauf hinweisen, dass der Franke aufrecht geht. Wir sehn uns nächstes Jahr in Liga 2, verfluchte Fischkoppspacken!

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22 Antworten zu Fußball & AntiFa – Ein Ding der Lächerlichkeit!

  1. Friedrich Kraft schreibt:

    Na gut. Da du dir scheinbar wirklich ein wenig Zeit genommen hast, mag ich doch noch einige Worte hinzufügen, ja dir vielleicht einen kleinen Denkanstoß geben, die Sache doch noch ein wenig reflektierter als nur aus deinem (Fußball)Kosmos wahrzunehmen.

    Wo fangen wir an?!

    Ersteinmal ist es natürlich richtig, dass uns die in der deutschen Nationalmannschaft spielenden Spieler vertrauter sind, wir mehr über sie wissen und uns daher vielleicht auch mehr für das Zusammenspiel ebendieser in einer Mannschaft (der deutschen Nationalmannschaft) interessieren. (Soweit gebe ich dir vollkommen recht.)

    Doch nun zurück zu dem Anlass deines Artikels, zurück zu dem oben abgebildetem Foto, das dein Gemüt in Wallungen zu bringen scheint.
    Wieso ist es eventuell doch noch ein Unterschied, eine Mannschaft aufgrund ihrer Aufstellung „gut“ zu finden und in kollektivem „Deutschland-Jubel“ oder nennen wir es „Party-Patriotismus“ zu verfallen?
    Gibts da eventuell doch einen Grund, sich nicht mit Deutschlandfahnen eindecken zu müssen?

    Was verbindest du mit der deutschen Flagge? Nur das Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft? Oder identifizierst du dich mit dem Staat, mit dessen Symbol du dich schmückst?

    „Nazikeule“?! So ein Schwachsinn. Ein „Nazi“ würd diese Farbkombination (schwarz, rot, gold) nicht anfassen. Die bevorzugen da Fahnen, die für sie wesentlich „deutscher“ halten.
    Mach deine Augen auf, dann wirst du sogar diese finden im allgemeinem Deutschland-Mob.
    https://mfis.wordpress.com/2012/06/10/fusball-antifa-ein-ding-der-lacherlichkeit/
    Was ist jedoch „falsch“ an der Fahne der BRD? Kann man nicht mehr stolz sein auf sein Land, ohne gleich „Nazi“ zu sein?
    Natürlich kannst du das! Aber auch dann würde ich dich einen Dummkopf nennen, der es sich zu leicht macht.

    Worauf willst du denn da stolz sein?!
    Nationen sind immer ausschließlich, da manche Menschen dazugehören „dürfen“ und andere wiederum nicht.
    Wer darüber bestimmt? Ausländerbehörden, Politiker und andere Leute, die rein gar nichts mit dir zu tun haben. Nationalstaatliche Grenzen bestehen in Europa erst seit ca. 200 Jahren und verändern sich ständig z.B. durch Kriege – genau wie die Sprache. So verändert sich auch immer, wer zur Nation dazugehört und wer nicht.
    Nationen sind also keineswegs natürlich.
    Es gibt kein gemeinsames nationales „wir“! Niemand kann etwas dafür, wo er oder sie geboren wurde und kann folglich auch keinen Stolz dafür empfinden.

    Der Gedanke, wer zu einer Nation gehört und wer nicht, geht immer einher mit Gedanken wie: Wer ist mehr wert und wer weniger? Ein solches „wir“ ist wirklich gefährlich, da meinst eine Abwertung und Abgrenzung zu den Menschen stattfindet, die nicht zu diesem „wir“ gehören.
    Wozu übersteigertes Nationalgefühl führen kann, lehrt dich ein kurzer Blick ins Geschichtsbuch.

    Oder auch einfach auf die Fanmeile, uhttps://mfis.wordpress.com/2012/06/10/fusball-antifa-ein-ding-der-lacherlichkeit/m mal zum Thema zurück zu kommen.https://mfis.wordpress.com/2012/06/10/fusball-antifa-ein-ding-der-lacherlichkeit/
    Erstes Beispiel aus Berlin:
    http://www.tagesspiegel.de/images/fanmeile_dapdt/6731362/2.jpg?format=format35
    Mega lustig, nicht?!

    Oder schauen wir mal nach Dresden:
    http://de.indymedia.org/2012/06/331124.shtml
    Da wirds dann schon ein wenig deutlicher, was ich mit Abwertung und Abgrenzung meinte, oder?

    Na das sind doch bestimmt nur einige „Idioten“ gewesen, eine „ewig Gestrige“ wird so mancher reflexartig sagen.
    Ja dann sag du mir doch mal worauf du stolz bist? Auf deinen Staat, deine Nation? Die BRD, ganz zu schweigen von ihrer Vergangenheit?
    Mal ein paar Stichworte aus der Gegenwart: Verschärfung der sozialen Ungleichheit, Europameister im Waffenexport (auch an unterdrückerische Regime und in Kriegsgebiete), Kriegseinsätze in 11 Ländern, Rassismus der im Gesetzt verankert und „den anderen“ alltäglich widerfährt (Abschiebung, Residenzpflicht,…), Überwachung, Zensur und physische Gewalt von Seiten des Staates (Stuttgart21, Castor, Gegenaktionen bei Nazidemos und auch der Fußballfan sollte ein Liedchen davon singen können).

    So, das wars erstmal.
    Zum Abschluss noch ein über 200 Jahre altes Zitat des Philosophen Arthur Schopenhauer:
    „Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen“

    Falls du noch ein wenig mehr lesen magst:

    5 x Pro Nation = 5 x Falsch
    http://strassenauszucker.blogsport.de/2010/10/24/5-x-pro-nation-5-x-falsch/

    Wer hat hier was gegen pure Lebenslust? Über Fußball und Nationalstolz und was ich Deutschland-Fans entgegnen würde
    http://strassenauszucker.blogsport.de/2010/10/14/wer-hat-hier-was-gegen-pure-lebenslust/

    Pech im Job, Glück im Spiel
    http://jungle-world.com/artikel/2012/23/45605.html

    • mfis schreibt:

      Lieber Friedrich,

      ich will Dir ja nicht den Wind aus den Segeln nehmen, aber Du versuchst mir zeilenweise einen Nationalstolz auszureden, den ich schon selbst in meinem Artikel negiert bzw. belächelt habe. Zitat:

      „Was wäre also ein Gegenargument?
      In einer recht unfreiwillig spaßigen Facebook-Diskussion setzte einer SCHEINBAR recht vernünftig auseinander, dass er doch wohl zu Recht hinter der deutschen Mannschaft steht, denn er ist nun mal in Deutschland geboren, wofür er ja nix kann. Die Antworten waren – erwartungsgemäß – beleidigend die Nazikeule schwingend. Hmmm, AUCH irgendwie komisch…“

      Hab es mal in Großbuchstaben umgewandelt, damit es deutlich wird.
      Tja, und die Nazikeule kam tatsächlich aus der AntiFa-Ecke – wie immer (hab da leider jahrelang Erfahrung mit.) Aufgrund des Kommentars von dem Typen fiel ca 15 bis 20 mal das Wort Nazi und Dorffaschist. Woher die wussten, dass er vom Dorf kommt? Telepathie nehm ich an.

      Was ich kritisiere ist die Dummheit bei dem Thema. Und die Dummheit der Methoden, die mMn eine typische AntiFa-Krankheit ist. Oder sagen wir: schwarzer Block – Steine statt Argumente (und die Glatzen aus Brandenburg nehmen halt Baseballschläger statt Argumente…) Und so ufert das dann aus, wenn man aus irgendwelchen Gründen (aus der Kindheit) den Leuten erst einen fiktiven Stolz einreden muss, um ihn anschließend wieder auszutreiben: http://www.zeit.de/sport/2010-06/wm-deutschlandfahne-autonome

      Aufregen tut mich das Bild übrigens nicht, ich hab eher lachen müssen. Denn optisch zeigt es nur eins: ein schwarz-weißes Weltbild…

      • mfis schreibt:

        … und die Bereitschaft zur Gewalt. Denn wer mit den Symbolen beginnt wird beim Menschen nicht enden. Bestes Beispiel: Steine auf Polizisten (deren provozierendes Verhalten ich damit nicht rechtfertigen möchte), die ein Symbol für den Zwangsstaat sind. Straßenschlachtromantik ist nun mal Klassenkampf auf Niveau 3a gegen 2c der Grundschule Reutlingen.

  2. nextkabinett schreibt:

    Reblogged this on Blog des Germanys next Bundeskabinetts und kommentierte:
    Recht schönen Dank oder sollte ich ‚Link schönen Dank‘ sagen? Diese ganzen rechts-links Dogmatiker können einem schon ganz schön den Tag verhageln. Lieben Dank, MfIS

    • mfis schreibt:

      Du sagst es! Aber nicht ärgern, sondern drüber lachen (und heute Abend über die doofen Engländer, muhahahaha)

    • mfis schreibt:

      Die deutsche ist ne Turniermannschaft. Nach so einer kurzen und zerhackstückelten Vorbereitung war eigentlich klar, dass das kein gutes Spiel wird. Trotzdem gewonnen, das sind die alten Tugenden. Und jetzt werden sie sich finden und gegen Holland wird’s ein Fest. Portugal war für mich vor dem Spiel eine der Mannschaften, denen ich die positive Überraschung zugetraut hätte. Deutschland auch die negative. Klingt komisch, aber jetzt seh ich uns in der Favoritenrolle. Mit Frankreich, je nach dem, was die heut Abend so gegen England treiben. Und Italien macht mir Sorgen…

      • nextkabinett schreibt:

        Hm? Ja, hoffen wir mal, Du behälst Recht. Italien, ja, da wird wohl noch einiges kommen … die besinnen sich wohl wieder auf ihre altbewährten Traditionen, Defensivfußball und das auch noch unfair. Frankreich … die scheinen sich wieder zu berappeln und was ist mit der russischen Mannschaft? Einige sehen die ja schon als Favoriten. Irgendwo habe ich gelesen, dass diese EM wieder eine des Defensivfußballs werden wird und der gepflegten Holzerei …

      • mfis schreibt:

        Russland ist zu vernachlässigen. Halbfinale vielleicht, sei ihnen auch gegönnt, aber mehr ist da nicht drin. AUf jeden Fall wird es sehr spannend, weil die defensiveren Mannschaften sich mittlerweile auf den modernen Offensivfussball eingestellt haben. Am Ende muss das Runde halt einmal öfter ins Eckige, als es der Gegner schafft…

  3. Jonas schreibt:

    ich versteh nicht, gegen was sich dein text richtet. gegen die fahnenklau-aktionen? gegen irgendeine nicht angegebene diskussion, wo ein antifa-mensch die nazikeule geschwungen hat? gegen die politisierung der em durch antinationalisten?

    ich geb dir recht, dass man keiner in deutschland fußballerisch sozialisierten person vorwerfen kann, dass sie sich einen möglichst langen verbleib der deutschen mannschaft im turnier wünscht. ich geb dir auch recht, dass sich hinter deutschen fähnchen keine faschisten verbergen. ich geb dir auch recht, dass es problematisch ist leuten die fähnchen zu klauen, die sich nur durch identifikation mit „deutschland“ in diese gesellschaft integriern zu können glauben.

    wo du in deinem argumentationslosen ressentimentgeladenen textchen allerdings vollständig daneben liegst ist, dass ein ereignis dieser größenordnung nicht politisch sei.
    wenn sportlicher wettbewerb dermaßen als „kampf der nationen“ inszeniert wird und die symbolik der mannschaften identisch ist mit dem jeweiligen staat, dann ist das ganze sehr wohl als nationalismus zu kritisieren.

    dass die linke da nicht dumm drin ist, kannst du unter anderem hier lesen:
    http://jungle-world.com/artikel/2012/23/45605.html
    oder in den hier verlinkten texten:
    http://kein-bart-fuer-deutschland.de/

    ich versteh absolut, wie man das gepose der typen auf dem foto lächerlich finden kann. wenn du aber eine „kritik“ verfasst, in der du undifferenziert von „der AntiFa“ schreibst, die du wegen einem foto und irgendeiner nazikeule blöd findest, dann solltest du dich auch mehr über den antinationalismus der szene informieren.
    wenn man nicht mit verallgemeinertem „scheiß antifa, genauso doofe extremisten wie die nazis“-bashing kommt, sondern vernunftgeleitete kritik betreibt, sind die meisten linken auch durchaus dankbar und aufnahmefähig dafür.

    • mfis schreibt:

      Um das mit dem Differenzieren zu kommentieren, da oben im zweiten Absatz schreib ich doch ganz deutlich: „Und wie bei jedem großen Fußballturnier blamieren sich nicht nur die Holländer, sondern eben auch die AntiFa – oder zumindest ein gehirnamputierter Flügel davon.“ Also eben EIN TEIL der AntiFa. Nämlich der hirnverbrannte Fähnchenklau-Teil, den du da auch auf dem Foto siehst. Und scheinbar selber blöd findest. Ist jetzt nicht bös gemeint, aber wer sich – wie du – Vernunftgründe für Sprengkörper auf Demos daherbiegen kann („Die sind zur Selbstverteidigung…“ du erinnerst dich?), von den Hintergründen des obigen Textes (Fußball und Fankultur) aber nix versteht (wie du weißt, weiß ich, dass dem so ist), sollte zumindest eines nachvollziehen können: Diebstahl und Beleidigungen (zum Thema Beleidigung klick mal auf das Bild und lies die Kommentare dahinter) erzeugen verständlicher Weise einen gewissen Groll. Dazu wiederum, bei mir persönlich nämlich nur Gelächter und keinen Groll, bin ich aber auch schon in der Antwort auf den Kommentar von Friedrich Kraft (s.o.) eingegangen. Na, und das mit deinem Vorwurf meines angeblichen “scheiß antifa, genauso doofe extremisten wie die nazis”-bashing lass ich einfach mal unkommentiert, weil’s aus dem Text auch nur mit viel dogmatischer Phantasie rauslesbar ist.
      In Sachen Ressentiments: Ja, die hab ich gegen sowas. Und zwar, weil ich selbst vom Denken her eher links bin. Und diese Vollproleten nehmen jeder Diskussion/Argumentation kontra verkrusteter Denkstrukturen die Grundlage, weil mit Idioten diskutiert man nicht.

      Hätten wir aber auch am Küchentisch klären können, wäre mMn die vernünftigerer Variante gewesen.

  4. Und wo ist der Denkfehler? schreibt:

    Die meisten wissen nichtmal wer bei der deutschen Nationnalmannschaft mitspielt. Da hast wohl eher DU ein Denkfehler. Den meisten ist das alles scheissegal. Da gehts tatsächlich nur um Party und Deutschlandabfeierei.

    http://www.publikative.org/2012/05/22/flucht-auf-die-fanmeile-die-sozialpsychologie-des-fusballpatriotismus/

    • mfis schreibt:

      „Die meisten wissen nichtmal wer bei der deutschen Nationnalmannschaft mitspielt.“ Wie kommst du denn auf diese wilde These? Aber, um das hier nicht in eine sinnfreie 1-2-3-4-5-Diskussion ausufern zu lassen, zurück zu meinem Artikel: Ja, vielen geht’s dabei um das Zusammengehörigkeitsgefühl. Das hab ich weder negiert, noch bewertet (nicht positiv und auch nicht negativ). Also das Foto, Ziel meiner Kritik: Leute, die Fahenenschwenken wegen Zusammengehörigkeitsgefühl als faschistoid abstempeln stehen auf einem Hügel und schwenken zusammen Fahnen. Kommt dir das net auch a bisserl komisch vor?

  5. Pingback: Die braune Gefahr! (by August Priebe) | mfis

  6. Neffi schreibt:

    Das große Hauptproblem ist doch wohl, wie wahrscheinlich immer und überall, die Pauschalisierung von Menschen, deren Verhandlung und den vermeintlichen Hintergründen. Und das auf beiden Seiten. Natürlich pauschalisiert der Mensch seine Umwelt und seine Beobachtungen, um einfacher einordnen und gefühlt verstehen zu können. Ansonsten würde man schier wahnsinnig und vollkommen kirre.

    Im Ergebnis wird aber der eine (wie ich) nach dem „Ball ist bunt“ (antirassistisches Stadionfest) beim Verfolgen eines Spiels unserer (National)Mannschaft im Babelsberger Karli zur Rede gestellt, provoziert und angefeindet, weil er für „Deutschland“ mitfiebert. Zum einen habe ich in diesem Moment nicht diese Regierung und das vorherrschende Wirtschaftssystem (inkl. Waffenexporten) bejubelt, sondern die 11 bis 22 Jungs (wer grad besser spielt) auf dem Rasen, die dort schlichtweg Fußball spielen. Zum anderen habe ich am wenigsten in meinem linken Babelsberg eine solche Diskussion von einem vernarrten AntiFaschisten erwartet. Der baute sich vor der Leinwand auf und versperrte einer Reihe von Leuten den Blick. Als er bei der anschließenden provozierten Diskussion die immer wieder gern bemühte Nationalstaaten-Keule heraus holte, sind wir geschlossen gegangen. Denn bis dahin erwiderte das Gegenüber auf sinnvolle Argumente nur mit „Jetzt redet der schon wieder ungefragt.“ oder „Das ist nicht Toleranz, was hier hier wollt, sondern Ignoranz.“

    Ich bitte euch, hört mit dem scheiss Pauschalisieren auf, seht den einzelnen Menschen, und lasst die Leute in Ruhe Fußball schauen udn anfeuern, wen sie wollen. Wenn sich tatsächlich einer – und das sieht man dann sehr schnell und deutlich – aus anderen Gründen vor vermeintlichem Stolz auf seine Nation brüstet, weil er eben nichts anderes vorzuweisen hat, bin ich der erste, dem das mindestens aufstößt.

    Und Danke mfis für diesen Beitrag!

    • mfis schreibt:

      Schön gesagt. Und gerne nochmal unterstrichen: „Wenn sich tatsächlich einer – und das sieht man dann sehr schnell und deutlich – aus anderen Gründen vor vermeintlichem Stolz auf seine Nation brüstet, weil er eben nichts anderes vorzuweisen hat, bin ich der erste, dem das mindestens aufstößt.“

  7. Pingback: Fußball & AntiFa – Ein Ding der Lächerlichkeit? (Teil 2) | mfis

  8. Pingback: Einfach mal DANKE! sagen… | mfis

  9. jens schreibt:

    mann, oh mann! jetzt ist 2014 und wir sind weltmeister!!! wann hört ihr dummen idioten endlich auf, die „normalen“ deutschen immer so zu anzugreifen? hier geht es einfach nur um fussball, um sport und um den sportlichen wettkampf! das hat mit euerer scheiß politik überhaupt nix zu tun. lasst doch den leuten wenigstens die eine freude, in diesem „scheiß land“, wie ihr immer sagt! ihr sucht immer in jedem krümmel den braunen punkt. man seid ihr krank! oder habt ihr einfach zu viel zeit? wenn euch langweilig ist, dann geht mal arbeiten … assipack!!!

    • mfis schreibt:

      Ähem Jens… hast Du Dich beim Klicken verirrt? Punkt 1: Der obige Artikel ist von 2012 (was man als ganz ein Schlauer am Datum erkennen kann, das sind so Zahlen mit Bedeutung), von der EM 2012 also und hat mit der WM 2014 so viel zu tun wie Preußen mit Weißbier. Also nix. Punkt 2: Es handelt sich um eine Kritik an einer Aktion der AntiFa, was der extrem aufmerksame Vollpfosten durch die etwa 10.000.000fache wiederholung des Wortes AntiFa samt den Kommentaren sogar von selbst erkennen könnte. Ja, könnte, aber nicht muss. Die AntiFa ist – vom Fachmann nur für Dich – der rote Haufen Trottel und nicht der braune Haufen. Punkt 4: In Sachsen ist der Bildungsstand von Einwanderern höher als von Einheimischen (was man u.A. auch daran sieht, dass die Einheimischen nur in den seltensten Fällen ihre Sprache beherrschen). Kommst Du aus Sachsen? Dein holperig-stolperiges Deutsch lässt es vermuten. … Und wo war jetzt Punkt 3? Nachdenken, lieber Jens, irgendwann fällt jeder Groschen!

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